Die „Waldeulen“ retten Amphibien!

Rheinstetten (Mörsch), der 03.02.18

Am Samstag, den 03.02.2018 trafen sich die Waldeulen der Naturfreunde zu einer außergewöhnlichen Gruppenstunde. Bei winterlichen Temperaturen radelten wir zum Krötenzaun beim Mörscher Wald, um die Fangkisten auf wandernde Amphibien zu kontrollieren. Nach einer informativen Einleitung schritten wir (11 Kinder und 4 Betreuer) vorsichtig und aufmerksam den Krötenzaun ab. Und wir hatten Glück: Obwohl die Witterung eigentlich kein geeignetes Wanderwetter für die Tiere war, fanden wir in den Kisten zwei Erdkröten und zwei Molche! Wir setzten sie behutsam in Behältnisse, bestaunten sie ausgiebig und brachten sie dann gemeinsam über die Straße.
Naturfeunde Baden Ortsgruppe Forchheim
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Jede Menge Kröten im Mörscher Wald!

Rheinstetten (Mörsch), der 10.03.18

Als es nach der Kältephase Ende Februar jetzt endlich milder wurde, machten sich „unsere“ Amphibien aus dem Mörscher Wald wieder auf den Weg Richtung Laichgewässer. Diese befinden sich auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgruben hinter dem Epplesee. Um dorthin zu gelangen, müssen sie die L566 überqueren - eine gefährliche Angelegenheit für die Kriechtiere! Zum Glück haben engagierte Amphibienschützer einen Krötenzaun angelegt. Jeden Morgen kontrollieren sie die Fallen, und tragen die Tiere sicher über die Straße. Am vergangenen Samstag haben wir, die „Waldeulen“ diese Aufgabe übernommen. Wir hatten bereits ein wenig Übung, da wir schon zu Beginn der Amphibien- Wandersaison zwei Kröten und zwei Molche über die Straße getragen hatten. Diesmal hatten wir viel mehr zu tun. Insgesamt haben wir 63 Erdkröten und 3 Springfrösche in den Fallen gefunden! Gut, dass wir mit elf Kinder uns die Arbeit teilen konnten. Es war gar nicht so einfach, die Kröten, die sich oft auch zu zweit oder zu dritt aneinander festhielten, aus den Fallen zu angeln und in unseren Eimern unterzu- bringen. Nach einigen Versuchen hatte auch das letzte Kind die Scheu davor verloren, eine der Kröten in die Hand zu nehmen. Wenigstens blieben die Erdkröten einigermaßen friedlich in den Eimern sitzen und warteten geduldig ab, was mit ihnen geschehen würde. Ganz anders die Springfrösche! Hätten wir keine Deckel auf unseren Eimern gehabt, wären sie gleich wieder herausgehüpft und dann hätten wir sie sicher nicht mehr einfangen können. Ganz fasziniert lauschten wir auf das leise Quaken, das aus den Luftlöchern unserer Eimer drang ... Nachdem wir alle sieben Fallen geleert hatten, gingen wir zusammen über die L566 und brachten die Tiere in die Nähe ihrer Laichtümpel. Dort ließen wir unsere kleinen Schützlinge frei. Zielsicher machten sich die Tiere auf den Weg Richtung Wasser und schwammen so gelassen davon, als wäre es für sie das Normalste der Welt gewesen, im Wald von Riesen in Eimer gesteckt zu werden und am Teichufer wieder zum Vorschein zu kommen. Für uns war es auf jeden Fall ein tolles Abenteuer. Wir hoffen, dass es bald viele Kaulquappen gibt und dass wir nächstes Jahr neben unseren kleinen neuen Bekannten auch viele ihrer Kinder wiedertreffen werden!